Als
der Ravensburger Buchhändler Otto Maier 1883
seinen ersten Autorenvertrag unterschrieb, legte er den Grundstein zu seinem
Verlag. Er ahnte damals mit 31 Jahren wohl kaum, dass sich aus diesem
bescheidenen Anfang im Laufe von über 120 Jahren
ein international anerkanntes Markenartikelunternehmen
entwickeln würde. Begonnen hatte alles mit Ratgeberliteratur und
Vorlagemappen fürs Bau- und Kunsthandhandwerk.
Praktische
Hilfestellung für alle Lebensbereiche wollte Otto Maier bieten, denn
als Inhaber der elterlichen Dorn'schen Buchhandlung kannte er die Bedürfnisse
seiner lokalen Kundschaft.
Gebt den
Kindern Spielzeug für Kopf, Hand und Herz … durch das Spiel wird die Welt
entdeckt und erobert.
Von diesen Forderungen und Erkenntnissen
der neuen Pädagogik ließ sich der Verlagsgründer inspirieren.
Gesellschaftsrechtlich veränderte sich das Familienunternehmen
Ravensburger von einer Personen-
zur
Kapitalgesellschaft. Die einzelnen Geschäftsbereiche etablierten sich 1993 als
Tochtergesellschaften unter dem Dach der Holding Ravensburger
AG, Die Wortmarke Ravensburger
avancierte aufgrund hoher Markenbekanntheit zum
Firmennamen.
Seit Anfang der 1950er Jahre stieg
die Zahl der Mitarbeiter von 90 auf 1.400 Personen
und der Umsatz steigerte sich von 1 Million auf 280
Millionen Euro. 25 % dazu trägt der Buchverlag bei, der seit 1987 als
selbstständige Tochtergesellschaft geführt wird. Als deutscher Marktführer
im Kinder- und Jugendbuchsektor umfasst sein Angebot heute über 1.500 Titel.
Mit robusten Pappbilderbüchern für die Allerkleinsten hält Ravensburger in
Deutschland den höchsten Marktanteil.
Der Spieleverlag mit fast 2.400
lieferbaren Produkten im In- und Ausland ist deutscher Marktführer
für Spiele. Mit einem Angebot von 600 Motiven ist er bei Puzzles europaweit
die Nummer eins. Mehr als die Hälfte des Spieleumsatzes werden im Ausland
erwirtschaftet.